Geschwister im Glauben
Was haben Fastenzeit und Ramadan gemeinsam?
Es ist das Ziel, was beide Religionen mit ihren Traditionen im Blick haben:
Die christliche Fastenzeit bezeichnet die 40 Tage vor Ostern – ein großes Fest, auf das man sich innerlich und äußerlich vorbereiten kann, indem man schaut, was das Wirkliche ist, was das Leben braucht. Manche Menschen verzichten dazu auf Fleisch oder Süßigkeiten, andere auf digitalen Konsum oder vermeiden Streit.
Der Blick geht dahin: Welche Beziehung hat der Mensch zu Gott und zu seinen Mitmenschen?
Der muslimische Ramadan ist eine der fünf Säulen des Islam und will das Gottvertrauen wieder in den Vordergrund des Gläubigen rücken.
30 Tage wird vom Sonnenaufgang bis zu ihrem Untergang gefastet. Allerdings liegt der Fokus weniger beim Fasten selbst, als vielmehr in der Spiritualität, der Gemeinschaftserfahrung beim Fastenbrechen am Abend und beim friedlichen Miteinander. Thema ist die Beziehung des Menschen zu Gott und seinen Mitmenschen.
Gedanken für heute:
► Worauf könnte ich gut verzichten?
► Was ist unverzichtbar für mich?
► Mit welcher Haltung begegne ich (nicht-) religiösen Menschen?
Annemarie Nyqvist
Krankenhausseelsorgerin
KRANKENHAUS REINBEK ST. ADOLF-STIFT