Kategorie-Archiv: Ökumene

Ostern und das jüdische Pessachfest

Leiden, Tod und Auferstehung Jesu fanden in der Zeit des jüdischen Pessachfestes, oft auch Paschafest genannt, statt. Welche Bedeutung hat das? Paschafest ist der griechische Name des hepbräischen Pessach, auf Deutsch heißt es das „Fest der ungesäuerten Brote“. Es ist eines der wichtigsten jüdischen Feste, damals und heute, und erinnert an den Exodus, den Auszug des Volkes Israel aus Ägypten. Da lohnt es sich doch, ein bisschen genauer hinzuschauen.

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Weltgebetstag 2020 in Reinbek

Weltgebetstag 2020 Reinbek

Was lange währt, wird gut!
Ein Rückblick auf den Weltgebetstag 2020

Immer am ersten Freitag im März findet weltweit in 170 Ländern ein ökumenischer Gottesdienst zum Weltgebetstag statt – in Deutschland bereits seit 1927. Und seit etwa 30 Jahren feiern die vier Kirchengemeinden in Alt-Reinbek diesen Gottesdienst gemeinsam. Jedes Jahr ist eine andere Gemeinde Gastgeber, 2020 war unsere Gemeinde dran, also die Ev.-Freikirchliche Gemeinde Reinbek.

Will man einen Rückblick auf die Veranstaltung geben, gehört dazu aus meiner Sicht auch ein Rückblick auf die lange Vorbereitungszeit. Die beginnt nämlich bereits im Oktober des Vorjahres mit der Bestellung des Materials, das immer sehr gut ausgearbeitet ist. Im Januar steht dann ein Vorbereitungstag in der evangelischen Kirche im Rockenhof in Volksdorf auf dem Programm. Dort erhalten die Teilnehmerinnen viele Informationen über das Land, das die Gottesdienstordnung zusammengestellt hat (in diesem Fall Simbabwe) und verschiedene Vorschläge zur Gestaltung des Gottesdienstes. Außerdem werden die in der Regel unbekannten Lieder schon einmal geübt. Am Ende des Tages wird ein Gottesdienst gefeiert und spätestens dann beginnt eine gewisse Vorfreude auf die Veranstaltung.

Im Januar traf sich dann das Weltgebetstags-Team unserer Gemeinde, um die Zusammenkunft mit allen Beteiligten vorzubereiten. Bei dem Treffen mit allen mitwirkenden Frauen im Februar werden die Rollen verteilt, das heißt es wird festgelegt, wer welche Texte übernimmt. Auch die sonstigen Elemente, die im Gottesdienst vorkommen sollen, werden abgestimmt: Anspiele, Aktionen, Kurzpredigt, Einblendung von Dias oder Videos und so weiter.

Der Imbiss im Anschluss an den Gottesdienst muss ebenfalls besprochen werden. Zwar gibt es in der Regel Rezeptvorschläge für landestypische Speisen, aber trotzdem ist abzustimmen, wer was vorbereitet und in welchen Mengen.

Wenn auch das geklärt ist, geht es noch um einen Termin für die Generalprobe, die immer ein oder zwei Tage vor dem Weltgebetstag stattfindet. Und diese Probe dauert meist mehrere Stunden – bis klar ist: Wer steht wo? Wer nimmt welches Mikro? Wie kriegen wir ein wenig Schwung in die Lieder? Irgendwann sind alle völlig geschafft und hoffen, dass alles gut gehen wird!

Am Weltgebetstag vormittags oder am Abend davor wird das Gemeindehaus für den Imbiss vorbereitet und die Tische geschmückt. Dann bereitet jede Frau zu Hause die Speisen zu und übt noch einmal ihren Part. Und dann wird es Ernst!

Meist klappt alles ganz gut (die Gottesdienstbesucher merken ja auch gar nicht, wenn etwas anders läuft, als wir es vorgesehen hatten….). Und auch in diesem Jahr gab es viele positive Rückmeldungen. Schade nur, dass es nicht allzu viele Reinbeker zu diesem besonderen Gottesdienst lockt – trotz guter Vorankündigungen in der Lokalpresse.
Gefreut hat mich, dass wieder zwei jüngere Frauen mitgemacht und mit ihrem schriftlichen Feedback wertvolle Impulse gegeben haben. Denn leider musste das für den 19. März geplante gemeinsame Nachtreffen ausfallen und „Manöverkritik“ konnte nur per Mail übermittelt werden.

Im nächsten Jahr findet der Weltgebetstag in der Maria-Magdalenen-Kirche statt. Frauen aus Vanuatu bereiten den Ablauf vor. Man darf gespannt sein, welche Botschaft der kleine Inselstaat im Südpazifik für uns hat!

Gabriele Ayx

Ökumenische Gottesdienste in Reinbek und Lohbrügge zum Weltgebetstag am 06.03.2020

Immer am ersten Freitag im März

findet weltweit in 170 Ländern ein ökumenischer Gottesdienst zum Weltgebetstag statt – in Deutschland bereits seit 1927. Das Programm für den Gottesdienst verfassen jeweils Frauen eines ausgewählten Landes, für 2020 kommt der Ablauf für den Weltgebetstag aus dem südafrikanischen Land Simbabwe.

In Reinbek wird der Gottesdienst am 6. März um 19.00 Uhr gefeiert, in diesem Jahr in der Ev.-Freikirchlichen Gemeinde, Jahnckeweg 7. Frauen und Männer, Kinder und Jugendliche – alle sind herzlich eingeladen, dabei zu sein. Im Anschluss an den Gottesdienst gibt es im Gemeindehaus einen landestypischen Imbiss.

Was erwartet Sie? Das deutsche Weltgebetstagskomitee schreibt dazu: „Ich würde ja gerne, aber…“ Wer kennt diesen oder ähnliche Sätze nicht? Doch damit ist es bald vorbei, denn Frauen aus Simbabwe laden ein, über solche Ausreden nachzudenken: beim Weltgebetstag 2020.

Frauen aus Simbabwe haben für diesen Anlass den Bibeltext aus Johannes 5 zur Heilung eines Kranken ausgelegt: „Steh auf! Nimm deine Matte und geh!“, sagt Jesus darin zu einem Kranken. In ihrem Weltgebetstags-Gottesdienst lassen uns die Simbabwerinnen erfahren: Diese Aufforderung gilt allen. Gott öffnet damit Wege zu persönlicher und gesellschaftlicher Veränderung.

Und die Autorinnen wissen, wovon sie schreiben, denn ihre Situation in dem krisengeplagten Land im südlichen Afrika ist alles andere als gut: Überteuerte Lebensmittel, Benzinpreise in unermesslichen Höhen und steigende Inflation sind für sie Alltag und nur einige der Schwierigkeiten, die sie zu bewältigen haben.

Die Gründe für den Zusammenbruch der Wirtschaft sind jahrelange Korruption und Miss-wirtschaft und vom Internationalen Währungsfonds auferlegte aber verfehlte Reformen. Boden-schätze könnten Simbabwe reich machen, doch davon profitieren andere.

Dass Menschen in Simbabwe aufstehen und für ihre Rechte kämpfen, ist nicht neu: Viele Jahre kämpfte die Bevölkerung für die Unabhängigkeit von Großbritannien, bis sie das Ziel 1980 erreichten. Doch der erste schwarze Präsident, Robert Mugabe, regierte das Land 37 Jahre und zunehmend autoritär.

Noch heute sind Frauen benachteiligt. Oft werden sie nach dem Tod ihres Mannes von dessen Familie vertrieben, weil sie nach traditionellem Recht keinen Anspruch auf das Erbe haben, auch wenn die staatlichen Gesetze das mittlerweile vorsehen.

Die Frauen aus Simbabwe haben verstanden, dass Jesu Aufforderung allen gilt und nehmen jeden Tag ihre Matte und gehen. Mit seiner Projektarbeit unterstützt der Weltgebetstag Frauen und Mädchen weltweit in ihrem Engagement: Zum Beispiel in Simbabwe, wo Mädchen und Frauen den Umgang mit sozialen Medien einüben, um ihrer Stimme Gehör zu verschaffen; mit einer Kampagne in Mali, die für den Schulbesuch von Mädchen wirbt. Oder mit der Organisation von Wasserschutzgebieten in El Salvador, verbunden mit Lobbyarbeit zum Menschenrecht auf Wasser.

Zusätzlich möchte der Welt-gebetstag das hochverschuldete Simbabwe durch eine teilweise Entschuldung entlasten. Deshalb richtet sich der Welt-gebetstag, zusammen mit seinen Mitgliedsorganisationen, mit dem Bündnis „erlassjahr.de – Entwicklung braucht Entschuldung e. V.“ und anderen mit einer Unterschriftenaktion an die Bundesregierung. Das Geld soll Simbabwe stattdessen in Gesundheitsprogramme investieren, die der Bevölkerung zugutekommen. Unterschriften sind auf einer Liste am Weltgebetstag oder online möglich unter www.weltgebetstag.de/aktionen

Gabriele Ayx

In Lohbrügge findet ebenfalls ein Weltgebetstag-Gottesdienst statt und zwar in der evangelischen Erlöserkirche, Lohbrügger Kirchen Weg, um 19:00 Uhr. In Lohbrügge ist es eine lange Tradition, dass alle Kirchen reihum dem Weltgebetstag-Gottesdienst mit vorbereiten und gemeinsam feiern.

Maria Soll

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