Ökumenisches Gemeindefest in Schwarzenbek zeigt gewachsene Verbundenheit | St. Michael

Am 20. Juni feierten die christlichen Gemeinden in Schwarzenbek zum zweiten Mal ein ökumenisches Gemeindefest – ein Zeichen gelebter Gemeinschaft, das in den vergangenen Jahren zunehmend an Bedeutung gewonnen hat. Eingeladen hatten die Freie Evangelische Gemeinde, die Katholische Gemeinde St. Michael, die Neuapostolische Kirche sowie die Evangelisch-Lutherische Kirchengemeinde Schwarzenbek. Schauplatz des Festes war das Familienzentrum im Verbrüderungsring, wo Pastorin Simone Ripke die Besucherinnen und Besucher mit dem Motto des Nachmittags begrüßte: „Lasst uns miteinander feiern, spielen, loben den Herrn.“

Die Ökumene ist in Schwarzenbek in den vergangenen Jahren sichtbar gewachsen. Immer mehr gemeinsame Veranstaltungen – wie das St.-Martinsfest, die Nacht der Kirchen, das offene Weihnachtsliedersingen oder das ökumenische Pilgern im Glauben – zeigen, wie selbstverständlich Christinnen und Christen verschiedener Konfessionen miteinander unterwegs sind. Aus dieser guten Erfahrung heraus entstand der Wunsch, erneut ein gemeinsames Gemeindefest zu organisieren, das Menschen zusammenführt, die Vielfalt der Gemeinden sichtbar macht und allen Interessierten die Möglichkeit bietet, die ökumenische Gemeinschaft noch besser kennenzulernen.

Obwohl das Thermometer an diesem Tag tropische Werte erreichte, ließen sich viele Besucherinnen und Besucher nicht davon abhalten, gemeinsam zu feiern. Besonders begehrt waren die schattigen Plätze unter der großen Kastanie im Innenhof des Familienzentrums. Dort fanden sich Familien, ältere Gemeindemitglieder, Kindergruppen und viele neugierige Gäste ein, um miteinander ins Gespräch zu kommen, zu essen, zu singen und einfach die Gemeinschaft zu genießen.

Für das leibliche Wohl war bestens gesorgt: Grillwürstchen, selbstgebackener Kuchen und später auch erfrischende Cocktails sorgten für Abkühlung und gute Stimmung. Immer wieder stimmten die Anwesenden gemeinsam Lieder an – darunter das bekannte „Ins Wasser fällt ein Stein“, das unter der Kastanie besonders stimmungsvoll erklang.

Ein buntes Angebot lud zum Stöbern, Probieren und Entdecken ein. Das Lebenshilfewerk Kreis Herzogtum Lauenburg präsentierte selbstgemachte Marmeladen, Kaffee, Kerzen und kunstvolle Holzarbeiten, die viele Besucherinnen und Besucher begeisterten. Die Mischung aus Handwerk, Kulinarik und Begegnung verlieh dem Fest eine warme, familiäre Atmosphäre.

Ein besonderer Publikumsmagnet war die Tombola unter dem Motto „Jedes Los gewinnt“. Schon kurz nach Beginn bildeten sich lange Schlangen, und die Freude über die kleinen und größeren Gewinne war weithin hörbar. Kinder wie Erwachsene ließen sich von der Begeisterung anstecken – ein lebendiges Bild dafür, wie generationenübergreifend und verbindend dieses Fest wirkte.

 Neben der Freude am Miteinander spielte auch der soziale Gedanke eine wichtige Rolle. Ein Teil des Erlöses wird an die Tafel Schwarzenbek gespendet. Damit setzt das ökumenische Fest ein Zeichen der Solidarität und zeigt, dass christliche Gemeinschaft immer auch Verantwortung für die Menschen vor Ort bedeutet.

 Das ökumenische Sommerfest in Schwarzenbek erwies sich als rundum gelungenes Ereignis, das die Verbundenheit der Gemeinden sichtbar machte und vielen Menschen einen unbeschwerten, fröhlichen Nachmittag schenkte. Die positive Resonanz und die spürbare Freude am gemeinsamen Feiern lassen bereits jetzt Vorfreude aufkommen: Eine Neuauflage im Jahr 2028 ist bereits eingeplant.

Dirk Parchmann

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