Heute beim Maultaschen kochen ging mir folgender Gedanke durch den Kopf: „Wissen die „Fischköpfe“ eigentlich, wie die Maultaschen erfunden wurden?“ Ich denke nicht?
Hier kommt die Antwort für alle Nichtwissenden.
„Schwaben sind ja bekannt als Denker, Tüftler und Erfinder, oder wie man oft auch sagt: Käpsele.
Mitte des 5. Jahrhunderts lebte so ein Schlauberger im Kloster Maulbronn bei Stuttgart. Der Mönch namens Jakob hatte sich überlegt, wie er dem Herrgott und den strengen Vorschriften ein Schnippchen schlagen könnte. Zur Fastenzeit war ja fast alles Gute verboten: Milch, Butter, Eier … Aber auch Fleisch und Fett durfte man nicht essen.
Der Zisterzienserbruder war zufällig an ein Stück leckeres Schweinefleisch gekommen, hat es kleingehackt und mit verschiedenen Kräutern, Zwiebeln, Eiern und Brotstücken vermengt. Dann hat er die Masse mit einem dünnen Nudelteig ummantelt und lauter kleine viereckige, handtellergroße Portionen daraus gemacht. So getarnt, konnte niemand sehen, was in den leckeren Teigtaschen versteckt war.
Heute sagt man im Schwäbischen auch „Herrgottsbscheißerle“ dazu, weil der Maulbronner Mönch seiner Zeit versucht hatte, Gott durch diesen Trick zu besch …“ (Ronge, 2023)
Wie es dem Mönch erging so ergeht es uns allen doch auch in manchen Lebenssituationen, wo wir uns erwischen, wie wir versuchen uns um Regeln und Verbote zu winden. Es ist menschlich so zu denken.
Nur vergessen wir: Gott kennt alles von uns, wir brauchen nichts vor ihm zu verstecken.
Jetzt wisst ihr es!
Daniel Gösele 😊
Gemeindereferent
Text aus „Unnützes Wissen Christentum – Verblüffende Fakten zum Schmunzeln, Staunen und Schmökern“
von Hartmut Ronge, Bonifatius Verlag, 2023