Winde wehn, Schiffe gehen weit in fremde Land | Charlotte Kegler

Vor 30 Jahren habe ich zum ersten Mal einen Fuß auf ein Segelschiff gesetzt und war schockverliebt. Es war ein Traditionssegelschiff, wie wir sie gerade im Hamburger Hafen bewundern können. Was für ein wunderbarer Ort, so ein Segelschiff.

Mit einem Schritt betritt man eine neue Welt, mit einer eigenen Sprache und eigenen Regeln. Und mit dem Ablegen lässt man nicht nur den Hafen hinter sich, sondern auch alles, was den Alltag und das Leben schwer macht. Kurs und Segel sind gesetzt, die große Fahrt beginnt. Ab hier ist man, wie es heißt „in Gottes Hand“.

Alle Last fällt ab, die Gedanken sind ganz im Jetzt und Hier, wenn das Schiff nur mit der Kraft des Windes dahingleitet und die Heimat in der Ferne zurücklässt. Vielleicht schlägt deshalb mein Herz immer noch so viel schneller, wenn ich die Segelschiffe dahinziehen sehe und mir wünsche mit auf die Reise gehen zu können.

Ich wünsche Ihnen einen Ort, an dem Sie erfahren können, dass alle Last von Ihnen abfällt und der das Herz schneller schlagen lässt und eine Heimat, zu der Sie jederzeit zurückkehren können.

Charlotte Kegler
Pastorale Mitarbeiterin für Öffentlichkeitsarbeit

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