Kategorie-Archiv: Pfarrei

Informationen zur Vermögens- und Immobilienreform

Räume für die Zukunft schaffen

In allen Pfarreien des Erzbistums Hamburg beginnt in diesen Monaten eine Vermögens und Immobilienreform (VIR), die zum Ziel hat, den Raumbedarf für die pastoralen Aufgaben in der Zukunft zu ermitteln und zu schaffen sowie den finanziellen Möglichkeiten anzupassen. Weitere Hintergrundinformationen zum Reformprozess und dem Verfahren im Erzbistum finden Sie unter
www.erzbistum-hamburg.de/vir.

Wir müssen handeln

Unser Erzbischof hat 2016 unter dem Leitwort „Herr, erneuere deine Kirche und fange bei mir an“ einen Erneuerungsprozess ausgerufen. Es geht um den Glauben, um meinen, Deinen, Ihren und unseren. Und es geht um neue Akzente unserer Seelsorge und Pastoral. Welche Aufgabe, welchen Auftrag haben wir als Christen, als Gemeinde, als Pfarrei, als Kirche im Raum Bille, Elbe und Sachsenwald – heute und morgen?

Menschennah.gottnah

Der Beginn der VIR ist eine Suche und ein Aufbruch – zu den Menschen in unserer Mitte, zu Gottes Wirken in der heutigen Zeit. In dem sogenannten Pastoralkonzept einer Pfarrei sind die Schwerpunkte der Seelsorge der Region beschrieben, an denen die PIK sich im Prozess orientiert. Die PIK (pfarreiliche Immobilienkommission) ist vom Bistum vor gegeben, um durch Mitglieder der örtlichen Kirche die VIR zu begleiten.

Erzbischof Stefan sagt dazu: „Es wird für uns als Kirche in der Diaspora darum gehen, die beste Lösung zu entwickeln, Kooperationen in der Ökumene und Partnerschaften im gesellschaftlichen Umfeld zu gestalten. Dies wird auch einhergehen mit Trauer und Abschied von liebgewonnenen, vertrauten und zur Heimat gewordenen Gebäuden, die von unseren Vorfahren errichtet wurden. Sicher werden dabei auch neue Orte und Weisen gefunden werden, um gastfreundlich zu sein, sich miteinander zu treffen, Gottesdienst zu feiern und sich im Glauben zu stärken.“

Knappe Kassen

Das Erzbistum hat selbst erhebliche finanzielle Probleme. Die Einnahmen aus der Kirchensteuer sinken. Hohe finanzielle Belastungen bleiben bestehen. Es gibt aus Sicht des Bistums zu viele kirchliche Gebäude, die wenig(er) genutzt werden, aber hohe laufende Kosten verursachen. Der finanzielle Spielraum des Bistums ist begrenzt, damit sinken die regelmäßigen Geldbeträge, die den Pfarreien zur Verfügung gestellt werden. Unser Erzbischof hat daher die VIR als Teil des Erneuerungsprozesses im Erzbistum angestoßen.

Große Herausforderungen

Die unausweichlichen Fragen des Bistums, die vor Ort in den Pfarreien geklärt werden sollen, sind:
Was brauchen wir zur Erfüllung der kirchlichen Aufgaben?

  • Wie wollen wir in Zukunft sichtbar sein in der Gesellschaft?
  • Wo brauchen wir auch künftig eigene Kirchen und Gemeinderäume?
  • Für welche Standorte gibt es Alternativen?
  • Wo werden Gebäude oder Standorte geschlossen?
  • Wie sichern wir auch zukünftig die Finanzen?

Die Pfarreiliche Immobilienkommission (PIK) in unserer Pfarrei

In unserer Pfarrei wurde durch den Kirchenvorstand eine Arbeitsgruppe gebildet, die die Kirchenmitglieder repräsentiert – die sogenannte Pfarreiliche Immobilienkommission (PIK). Sie hat zwei Aufgaben entsprechend der Vorgaben aus dem Bistum:

  • Sie plant und koordiniert den VIRProzess vor Ort.
  • Sie erarbeitet mehrere konkrete Entwürfe für eine neue Immobiliengestaltung unserer Pfarrei, mit der die pastorale Arbeit gestärkt werden kann.

Die PIK hat dafür bis Ende 2022 Zeit.

Wie geht die PIK vor?

  1. Die PIK erarbeitet zeitnah eine grundlegende Bestandsaufnahme. Sie erfasst dabei an allen Kirchenstandorten unserer Pfarrei die finanziellen, baulichen und personellen Gegebenheiten.
  2. Sie analysiert unser Pastoralkonzept und leitet daraus konkrete Raum und Personalbedarfe ab.
  3. Zusätzlich werden auch aktuelle seelsorgerische Belange erörtert. Alle Mitglieder unserer Kirche können und sollen in diesem Prozess mitwirken.
  4. Die PIK entwickelt mehrere unterschiedliche Immobilienkonzepte. Diese müssen eine zukunftsfähige Seelsorge ermöglichen und auf Dauer finanzierbar sein.
  5. Dabei teilt die PIK unsere Grundstücke und Gebäude in zwei Kategorien ein:
    Primärimmobilien sind für die Erfüllung unseres Sendungsauftrages unabdingbar und können entweder im Eigentum oder Besitz der Pfarrei sein oder zu diesem Zweck angemietet werden.
    Sekundärimmobilien sind für die Erfüllung des Sendungsauftrages nicht unbedingt notwendig.
  6. Die PIK informiert die Pfarreimitglieder regelmäßig über den Fortgang der Arbeit.
  7. Die PIK stellt ihre vorläufigen Entwürfe für ein Immobilienkonzept in den Gemeinden und Gremien zur Diskussion. Deren Rückmeldungen fließen in die weitere Arbeit der PIK ein.

Wer arbeitet in der PIK unserer Pfarrei mit?

Am 9. Februar 2022 hat die konstituierende Sitzung der PIK stattgefunden. In die PIK wurden durch den Kirchenvorstand folgende Personen berufen:

Bernhard Ernst, St. Marien, Bergedorf, 0176 34 59 53 39
Andrea Masch, St. Marien, Bergedorf,      –
Piotr Banach, St. Barbara, Geesthacht, 0176 57 50 18 99
Siegmund Frontzek, St. Barbara, Geesthacht, 0151 15 90 14 15
Diakon Jörg Kleinewiese, St. Konrad, Lauenburg, 0170 221 26 63
Arndt Stueben, St. Konrad, Lauenburg, 0177 490 50 03
Andreas Bulla, St. Christophorus, Lohbrügge, 0172 457 97 50
Diakon Stefan Mannheimer, St. Christophorus, Lohbrügge, 0179 514 41 30
Peter Beckwermert, Edith Stein, Neuallermöhe, 0157 59 49 67 64
Nikolaus Häusler, Herz Jesu, Reinbek, 0170 129 83 85
Jürgen Zeh, St. Michael, Schwarzenbek, 0160 90 82 58 88
Hans Werner Schicke, St. Michael, Schwarzenbek, Sprecher der PIK, 0152 33 81 80 05
Matthias Sacher, Zu den hl. Engeln, stellv. Sprecher der PIK, 0172 411 28 92
Pfr. Markus Diederich, Pfarrei Heilige Elisabeth, 040 721 60 00
Claus Everdiking, Erzbistum Hamburg, 0163 248 77 20

Die Unterscheidung in einem geistlichen Prozess

Die von der PIK erarbeiteten und durch die Gremien, insbesondere den Kirchenvorstand, unterstützten Entwürfe für ein Immobilienkonzept werden in einem geistlichen Unterscheidungsprozess von einer weiteren AG favorisiert. Das Ergebnis wird dem Kirchenvorstand vorgestellt.

Und wer entscheidet am Schluss?

Der Kirchenvorstand entscheidet, ob er den vorgestellten Entwurf als neues Immobilienkonzept der Pfarrei dem Erzbischof zur Zustimmung vorlegt. Unser Erzbischof setzt das pfarreiliche Immobilienkonzept in Kraft. Bis 2030 müssen wir es in unserer Pfarrei in die Praxis umsetzen.

Hören wir einander zu!
Reden wir miteinander!

Sicher haben Sie viele Fragen und Anmerkungen. Schreiben Sie uns! Wir nehmen Ihre Fragen und Anregungen in unsere weitere Arbeit mit auf.

Sie erreichen uns per Mail unter:

Oder:
Sie werfen Ihre Notizen in den dafür gekennzeichneten Briefkasten zur VIR im Eingangsbereich der Kirche.

Sie können die Mitarbeitenden der PIK auch gerne direkt ansprechen. Wir hoffen, das sich viele Interessierte auf diese Weise in den Reformprozess einbringen. So können viele Gesichtspunkte gesammelt werden und in die Arbeit der PIK einfließen

Flyer zum Herunterladen

 

Pfarreiliche Immobilienkommission gegründet

Am 9. Februar traf sich die pfarreiliche Immobilienkommission (PIK) der Pfarrei Heilige Elisabeth zur konstituierenden Sitzung. Alle Gemeindestandorte sind mit Ehren- und Hauptamtlichen (13 Personen) in diesem Gremium vertreten. Als Sprecher wurde Hans-Werner Schicke (St. Michael, Schwarzenbek) gewählt, Stellvertreter ist Matthias Sacher (Zu den Heiligen Engeln, Glinde).

Dem Gremium ist die komplette Transparenz des Tuns und die Einbeziehung der örtlichen Gremien wie z.B. der Gemeindeteams ein Anliegen. Regelmäßige Informationen sollen über das Elisablatt und auf der Homepage erfolgen. Hier sollen auch die Namen der Mitglieder mit ihren Kontaktdaten veröffentlicht werden.

In diesem Jahr soll die PIK den Gremien (Pfarrpastoralrat und Kirchenvorstand) Vorschläge erarbeiten, in welchen Immobilien sich die Gemeinden treffen sollen und pastoral gearbeitet werden kann. Dabei werden sowohl die eigenen als auch fremde Immobilien in den Blick genommen. Zudem sollen sogenannte „Sekundärimmobilien“ herausgearbeitet werden, die zukünftig für anderweitige Nutzungen (z.B. Vermietung) zur Verfügung stehen können.
Hintergrund ist die „Vermögens- und Immobilienreform“ des Bistums, wonach die Finanzverhältnisse neu geordnet werden sollen. Die Arbeit dieser neuen Pfarreikommission wurde notwendig auf Grund der kirchenrechtlichen Vorgaben.

 

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