Kategorie-Archiv: Verbände und Institutionen

Denk- und Kulturweg „Niels Stensen“ in Reinbek

Aufweg zur Herz-Jesu-Kirche

Wie macht man aus der Not eine Tugend?

Das wird gerade in der Herz-Jesu-Gemeinde in Reinbek in Angriff genommen. Die Kirche, das heißt der Dachstuhl, der Fußboden, die Bänke, die Orgel sind in den letzten Jahren mit viel Engagement und der Hilfe von Spendern saniert worden. Jetzt müssen auch die Außenanlagen saniert werden, insbesondere die Treppen von der Hamburger Straße hinauf zur „Weißen Kirche auf dem Berg“, einem der Wahrzeichen von Reinbek.

Via Lucis Station 13 (Foto: Gabrijela Repgen)

Die von vielen Reinbekern täglich genutzte Verbindung zwischen der Klosterbergenstraße an der Feuerwehr und der Hamburger Straße in Höhe des Rathauses über das Kirchengelände ist ein Privatweg, was die wenigsten wissen. Denn er wird als Niels-Stensen-Weg im Straßenregister der Stadt geführt und ist mit einem regulären Straßennamensschild versehen. Lediglich der Treppenaufgang ist als Privatweg gekennzeichnet. In den Wochen vor Ostern war hier ein viel besuchter und bewunderter „Interaktiver Kreuzweg“ installiert, von 14 Familien der Gemeinde gestaltet. Zwischen Ostern und Pfingsten wird dieses Projekt mit 14 anderen Familien als „Via Lucis (Weg des Lichts)“ fortgeführt. Auch die quer verlaufende Verbindung zwischen dem Einkaufszentrum am CCR und dem Gleisners Park an der KiTa vorbei wird besonders von Schülern täglich frequentiert. Die Bank vor der Kirche selbst finden Jugendliche der Stadt oft zum Treffen einladend.

Niels Stensen

Niels Stensen
(Foto: CC0, Quelle: Wikipedia)

Was liegt also näher, als das Gelände für eine Art Ausstellung über den als Schutzpatron der ehemaligen Pfarrei Niels Stensen, zu der die Herz-Jesu-Gemeinde zwischen 2006 und 2019 gehörte, zu nutzen? Immerhin war Niels Stensen ein hochinteressanter Mensch, der im 17. Jahrhundert in Norddeutschland lebte, als anerkannter medizinischer und naturwissenschaftlicher Forscher arbeitete, katholischer Priester und Bischof wurde und 10 Sprachen beherrschte. Angehende Mediziner lernen in der Anatomie den „Stensen-Gang“ kennen und Papst Johannes Paul II sprach ihn wegen seiner erwiesen hohen Tugend 1988 selig. Vielen Reinbekern ist er aber nicht so bekannt, wie er es verdient hätte.

Während man im Bistum über den Verkauf von Immobilien nachdenkt, haben der Bauausschuss der Stadt ein Interesse an der Sanierung der Wege bekundet und die Sachsenwaldschule ein Schülerprojekt zur Gestaltung von „Erinnerungsinseln“ auf dem Kirchengelände gestartet. Auch der ehemalige langjährige Leiter des Kulturzentrums Reinbek Bernd Kraske ist involviert. Initiiert und maßgeblich vorangetrieben wird das Projekt von Pfarrer Markus Diederich und dem Vorsitzenden des Bauausschusses des Kirchenvorstandes Matthias Sacher sowie dem Verein zur Förderung von katholischen Gemeinden im Süden des Kreises Stormarn e.V. unter ihrem Vorsitzenden Rudolf Zahn. Über das Projekt haben bereits das „Hamburger Abendblatt“ (Lokalteil Stormarn) und die „Bergedorfer Zeitung“ (19.11.2020), der „Markt“ (28.11.2020) sowie die „Glinder Zeitung“ (Nr. 48, November 2020) und „Der Reinbeker“ (30.11.2020) ausführlich berichtet. Nach den Vorbereitungen in diesem Jahr sollen die konkreten Planungen 2022 und die Realisierung in 2023 durchgeführt werden. Zur finanziellen Unterstützung sollen EU-Fördermittel beantragt und vom Förderverein Spenden gesammelt werden.

Peter Becker-Heidmann

Rückblick auf ein etwas anderes Zeltlager

Durch Corona konnte so einiges konnte nicht verlaufen wie geplant, so auch für das kath. Kinderzeltlager Reinbek. Mit Hinblick auf das Infektionsgeschehen und in der Hoffnung auf Entspannung der Lage und Lockerungen seitens der Regierung überlegten wir uns als Team der KjG Reinbek in welcher Form man das Zeltlager veranstalten könnte. Während um uns herum die meisten Ferienprogramme abgesagt wurden, entschieden wir uns, unter Einhaltung der geltenden Regeln natürlich, ein Alternativprogramm für die angemeldeten Kinder zu entwerfen. Denn was ist ein Sommer schon ohne Zeltlager?

Nachdem wir nach den geltenden Corona-Hygienevorschriften leider nicht, wie sonst jedes Jahr, auf eine Wiese fahren konnten, auf welcher wir dann für zwei Wochen ohne fließend Wasser und Strom zelten, musste das große Abenteuer eben ganz lokal in Reinbek stattfinden. Und nur über eine statt den üblichen zwei Wochen, leider ganz ohne Übernachtungen. Kinder, Halbleiter wie Leiter sollten dabei aber wie gewohnt spannende Zeltlagerspiele und Rumtoben in der Natur erleben.

Für die vierte Sommerferienwoche organisierten wir also jeden Tag neue aufregende Programmpunkte in und um Reinbek, die vom Reinbeker Gemeindehaus aus gut zu Fuß erreichbar waren. Viele unserer klassischen Zeltlagerspiele konnten wir auch dieses Jahr veranstalten, mit ein paar abgewandelten Regeln, um den Mindestabstand ein zu halten. Die Kinder waren in Zeltgruppen unterteilt, um auch so den Kontakt untereinander zu beschränken. So tobten und schauspielerten die Kinder dann durchs Gelände, mit dem Willen einen Sieg für das Zelt einzuholen. Bei den strategischeren Spielen mussten die Kinder sich eine Taktik überlegen oder durch kluges Nachfragen Rätsel lösen.

An der Holzhütte am Krabbenkamp konnten wir sogar ein Zelt aufbauen, die Fahne flatterte im Wind, einen Abend brannte sogar das Lagerfeuer! Dort konnten sich die Kinder wie im Zeltlager fühlen und sich entspannen und Spaß haben. Uns war es wichtig, den Kindern zumindest ein wenig Zeltlagerspaß geben zu können, von den ursprünglichen Ferienplänen war ja schon genug ausgefallen.

Insgesamt war das Lager ganz anders als gewohnt, aber auch so hatten wir viel Spaß zusammen. Danke dafür an alle Beteiligten des Zeltlagers 2020! Wir blicken nun gespannt auf das nächste Jahr und hoffen, dass wir auch in 2021 ein schönes Zeltlager veranstalten können.

Weitere Impressionen auf der Webseite der KJG Reinbek.

Ambulante Hospizdienste in Reinbek, Bergedorf und Geesthacht

Seit über 15 Jahren begleiten die ehrenamtlichen MitarbeiterInnen der Ambulanten Hospizdienste Reinbek, Bergedorf und dem Freundeskreis Hospiz in Geesthacht, schwerstkranke und sterbende Menschen und ihre Angehörigen. Sie kommen in die jeweilige Senioreneinrichtung, nach Hause oder auf die Palliativeinheiten der Krankenhäuser St. Adolf-Stift, Bethesda und Johanniter. Die Begleiter und Begleiterinnen sprechen mit den Betroffenen über ihre Sorgen, Ängste und Nöte oder sind einfach für sie da.

Die BegleiterInnen sind Frauen und Männer aus unterschiedlichen Berufen und Lebenssituationen, die in einem speziellen Kurs auf diese verantwortungsvolle Aufgabe vorbereitet wurden.

Koordiniert wird diese Arbeit in Reinbek von Susanne Ritter, in Bergedorf von Gabi Özcerkes und Areti Georgiadis und in Geesthacht von Sigrun Spikofski.

 

Alle Vereine haben auch verschiedene Angebote für Trauernde, z.B. Trauercafé, Begleitung oder Sprechstunde.

 

Kontaktaufnahme:

Hintere Reihe v.l.n.r. Areti Georgiadis, Gabi Özcerkes, Vordere Reihe v.l.n.r. Susanne Ritter, Sigrun Spikofski

 

Ambulanter Hospizdienst  Reinbek e.V.

Susanne Ritter, Telefon: 040 78089860

E-Mail: .

 

Hospizdienst Bergedorf

Gabi Özcerkes und Areti Georgiadis, Telefon: 040 72106672

E-Mail:

 

Freundeskreis Hospiz Geesthacht e.V.

Sigrun Spikofski, Telefon 04152 836902

E-Mail: