Autoren-Archiv: Alexander Schmitt

Jesus Christus ist vom Tod auferstanden, Halleluja! – Sonntagsimpuls 04.04.2021

Im vierundreißigsten Beitrag der Sonntagsimpulse spricht Diakon Jörg Kleinewiese über das Fest der Auferstehung Christi.

Vom Tod auferstanden? Gott ist doch unsterblich. Wie konnte es passieren, dass Jesus, der Sohn Gottes am Kreuz gestorben ist? Wie kann es sein, dass Gott einen Teil von sich zu den Menschen schickt und ihn dann qualvoll am Kreuz sterben lässt?

Wir feiern heute das Fest der Auferstehung Christi. Gott als Mensch zunächst gestorben und dann wieder zum Leben erwacht. Bei Johannes heißt es: Wir heißen Kinder Gottes und wir sind es. Wir sind Kinder Gottes, er hat uns geschaffen aus Liebe.

Aber während die Welt vor der Zeit Christi eine eher vage Hoffnung auf ein Leben der Gläubigen, der Gott Treuen nach dem Tod hatte, kam mit Christus die Gewissheit, dass alle Geschwister in Christus auf diesem Weg mitgenommen werden. Und dabei sind wir alle gleich vor Gott: Egal welcher sexuellen Orientierung, egal welcher Hautfarbe oder Rasse. Egal ob Geistlicher oder Laie, egal ob Mann oder Frau oder LGBT.

Gott hat seinen Sohn als Mensch zu uns geschickt, damit er den gleichen Weg geht, den wir alle gehen müssen. Die Mühsal des Lebens erfahren. Alle Höhen und Tiefen auf dieser Welt erleben. Damit zeigt Gott uns wie sehr er uns liebt. Er ist tatsächlich einer von uns geworden. Und er ist ja nicht nur deswegen zu uns gekommen, sondern er hat uns noch viele göttliche Lehren und Erkenntnisse mitgegeben. Die wichtigste dabei: Liebt einander so wie ich Euch liebe. Er hat es uns vorgemacht, den Weg der Liebe. Den Weg der Liebe zu den Menschen und zu Gott selber.

Und so ist er gestorben, für uns, aus Liebe. Er hat sein Kreuz bewusst angenommen. Hat den Menschen, egal was sie getan hatten, Gutes getan. Hat ihnen seine Liebe immer wieder gezeigt. Hat für die Menschen gelitten. Mit seinem Leben und mit seinem Tod.

Aber er wusste auch dass er auferstehen würde. Dass der Tod Gott nicht besiegen kann. Dass der Tod die Liebe nicht besiegen kann. Am dritten Tag, das ist heute, ist er von den Toten auferstanden und hat uns damit Gewissheit gegeben, dass auch wir, seine Schwestern und Brüder nach unserem Tod auferstehen werden. Unser Leben, voll Mühsal und Leiden und Freuden. Darin folgen wir Christus, und dann seine Auferstehung auch hier folgen wir Ihm. Der Herr ist auferstanden und hat damit einen Weg der Liebe aufgezeigt, für den es kein Beispiel gibt. Gott als Mensch auf die Erde gekommen, gelebt als Mensch und genauso wie wir gestorben. Auferstanden für uns, damit wir Gewissheit haben, dass auch uns der Tod nicht besiegen kann.

Lichtblick: Osterkerzen aus Edith-Stein und St. Marien 2021

Zuhause und trotzdem vereint – Osterkerze St. Marien 2021

Das vergangene Jahr war für die meisten von uns kein leichtes und auch für uns Christen bedeutete es einen besonderen Einschnitt – Gottesdienste konnten nur eingeschränkt stattfinden, Veranstaltungen und Treffen wurden online abgehalten, Feste und Feiern mussten verschoben werden oder im kleinen Rahmen stattfinden. Generell haben wir viel Zeit zuhause verbracht – dies thematisiert auch die Osterkerze für dieses Jahr mit Häusern in vielen verschiedenen Farben. Dennoch können in dieser Zeit besonders unser Glaube und der auferstandene Jesus Christus Licht in die Dunkelheit bringen und uns die Kraft geben, Zeiten der Krise durchzustehen. Die Kerze soll Hoffnung für unseren Weg schenken und an unsere Gemeinschaft erinnern.

Eine Hommage an Gottes Schöpfung – Osterkerze Edith-Stein 2021


Gott hat die Erde erschaffen und sie uns als Lebensort zur Verfügung gestellt. In Genesis heißt es: „Gott sah alles an, was er gemacht hatte: Es war sehr gut.“ (Gen 1,31). Die Schöpfung Gottes ist kein Zufallsprodukt. Sie ist gewollt und aus Liebe („creatio ex amore“) erschaffen. Wir Menschen, die Teil dieser Schöpfung sind, stehen in der Verantwortung, besonders achtsam mit unserer Umwelt umzugehen, die genauso wertvoll ist wie wir Menschen. Die diesjährige Kerze für die Edith-Stein-Kirche soll uns an die Wunder der Schöpfung Gottes erinnern, aber auch zum Nachdenken über die Krise anregen, in der wir stecken. Papst Franziskus schreibt in seiner Enzyklika Laudato Si „Es gibt nicht zwei Krisen nebeneinander, eine der Umwelt und eine der Gesellschaft, sondern eine einzige und komplexe sozio-ökologische Krise“.

Gestaltet von Vanessa Drozdowski und Anna Tartakovskij

Fastenandachten – „Vater, in deine Hände lege ich meinen Geist.“

// Andachten zu den sieben Worten Jesu am Kreuz //

In der Fastenzeit gibt es an jedem Freitag zur Sterbestunde Jesu, um 15 Uhr, eine Andacht zu den sieben Worten Jesu am Kreuz. So haben Sie zuhause die Möglichkeit, die Andacht aus einer unserer Kirchen mitzubeten. In jeder der sieben Andachten wird eine Aufnahme vom St. Barbara-Chor, Geesthacht des Passionsoratoriums von César Franck eingespielt.

Edith Stein, Neuallermöhe
Musikalische Begleitung: Kati Kalinowski, Hendrik Schwager, Prof. Wolfgang Hochstein
Lektor_innen: Bernadette Baumann, Carolin Goydke

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